Kinder und Jugendliche engagieren sich

Zwar zeigen repräsentative Studien, dass sich 36 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren in Deutschland gesellschaftlich engagieren. Allerdings belegen die Studien auch, dass das Potenzial damit bei Weitem nicht ausgeschöpft ist: Ein weiteres Drittel der Jugendlichen würde sich engagieren, wenn die Rahmenbedingungen günstiger wären.

 

Zudem ist gesellschaftliches Engagement von jungen Menschen immer noch ein Mittelschichtsphänomen: Nur 21 Prozent der Jugendlichen mit einem niedrigen Bildungsabschluss engagieren sich gesellschaftlich. Im Vergleich dazu setzten sich doppelt so viele Jugendliche (43 Prozent) mit einem hohen Bildungsniveau für die Gesellschaft ein. Zu diesen Ergebnissen kommt die Repräsentativerhebung zum »Freiwilligen Engagement in Deutschland 1994–2001«. Und auch die Jugendsurvey des Deutschen Jugendinstituts von 2003 zeigt: Je höher das Bildungsniveau, desto stärker die Involvierung in Vereine, Verbände und Organisationen.

 

Die Freiwilligenstudie könnt Ihr auf der Internetseite www.carl-bertelsmann-preis.de downloaden. Weitere Infos gibt es auf der Website des Deutschen Jugendinstituts. Das Institut forscht über Kinder, Jugendliche und Familien an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Forschung und Praxis. Unter www.dji.de bekommt Ihr eine gute Grundlage, um über das Thema zu berichten.

Engagement als Bildungsziel

Die Bertelsmann Stiftung tritt für die systematische Vermittlung freiwilligen Engagements im schulischen Unterricht ein. Denn nur wenn Kinder in der Schule erfahren, wie viel Spaß es macht, anderen Menschen zu helfen, kann dieses Potenzial ausgeschöpft werden. Eine wichtige Rolle bei der Ermutigung zum gesellschaftlichen Engagement spielen außerdem Vorbilder in der Familie, im Freundeskreis oder in Vereinen.

 

Vor diesem Hintergrund vergibt die Stiftung den diesjährigen Carl Bertelsmann-Preis zum Thema »Gesellschaftliches Engagement als Bildungsziel« und hat im Juni 2007 eine Kampagne unter dem Motto »Vorbilder bilden« gestartet. Die Politik soll dazu aufgefordert werden, allen Kindern und Jugendlichen gesellschaftliches Engagement zu ermöglichen, indem sie entsprechende Rahmenbedingungen schafft. Die heranwachsende Generation soll über die Kampagne motiviert werden, sich selbst zu engagieren und damit zum Vorbild zu werden.

 

Als Testimonial konnte der Sänger Ben gewonnen werden. Er setzt sich gern für die gute Sache ein und hat extra einen Kampagnensong aufgenommen, der unter www.vorbilder-bilden.de zum Download bereitsteht. »Ich glaube, man sollte sich engagieren, weil es einfach wichtig ist, für alles, was man tut und noch tun will, eine gute Basis zu schaffen« erklärt der Sänger seine Motivation, sich für das Thema einzusetzen.

Projekte zum Mitmachen

Möglichkeiten, sich gesellschaftlich zu engagieren, gibt es viele. Wir weisen stellvertretend auf drei Projekte hin, die deutschlandweit laufen:

 

1. Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.

Pfadfinden - das bedeutet Leben in der Gemeinschaft und in der Natur, Auseinandersetzung mit der Umwelt und Begegnung mit anderen Kindern und Jugendlichen.

Weitere Infos unter www.pfadfinden.de

Kontakt: info(at)pfadfinden.de

 

2. SchĂĽler Helfen Leben

Finanzierung von Jugendbildungsprojekten in Südosteuropa durch Aktionen wie den »Sozialen Tag«, an dem Schülerinnen und Schüler einen Tag arbeiten und das verdiente Geld spenden.

Weitere Infos unter www.schueler-helfen-leben.de

Kontakt: info(at)schueler-helfen-leben.de

 

3. SMS - Sozial Macht Schule / ASB-Einrichtungen (Hamburg) GmbH

Das Projekt SMS - Sozial Macht Schule bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, an einem Sozialpraktikum in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens teilzunehmen.

Weitere Infos unter www.sozial-macht-schule.de

Kontakt: carolin.brandt(at)asb-hamburg.de, rainer.micha(at)asb-hamburg.de

Engagierte Jugend - lebendige Gesellschaft

Gesellschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen stärkt Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Denn die Teilnahme an außerschulischen Aktivitäten im Sinne des Gemeinwohls steht mit dem Verständnis für die Wirkweise von Demokratie in einem engen Verhältnis. Um positiven Einfluss auf die Entwicklung Jugendlicher zu nehmen, ist es deshalb wichtig, die bereits in jungen Menschen vorhandenen Stärken mit den verfügbaren Ressourcen in der Familie, Schule und Gemeinde zu verbinden – so Richard Lerner, Entwicklungspsychologe an der Tufts University, USA.

 

Die Studie »Engagierte Jugend – lebendige Gesellschaft«, die Tufts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat, kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass gesellschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen zu besseren schulischen Leistungen, höherem Selbstwertgefühl und Vermeidung von gefährlichem Verhalten wie Drogenmissbrauch führt. Gerade sozial Benachteiligte können darüber hinaus ihre eigene Integration fördern und die gesellschaftliche Solidarität stärken.

 

Wenn es gelingt die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern, haben alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Zukunftschancen. Davon profitieren wir alle. Weitere Infos und die komplette Studie zum Download unter www.carl-bertelsmann-preis.de.

Vorbilder bilden - erzählt uns davon!

Die Bertelsmann Stiftung interessiert sich dafür, welche gemeinnützigen Projekte es an Euren Schulen gibt, wie Ihr Euch für das Gemeinwohl engagiert und welche Erfahrungen Ihr dabei gemacht habt. Schickt uns Eure Texte zu dem Thema – wir lesen sie, leiten sie weiter und die besten werden in den Stuttgarter Nachrichten abgedruckt.

 

Gemeinsam mit unserem Medienpartner und mit Eurer Hilfe setzen wir so ein Zeichen für gesellschaftliches Engagement. Wir zeigen, was mit gutem Willen, Kreativität und Begeisterung möglich ist und laden andere ein, sich genau wir Ihr zu engagieren. Außerdem werden die Beiträge auf der Internetseite www.vorbilder-bilden.de veröffentlicht.

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