Transparenz schafft Vertrauen

Wer mit Fremden Geschäfte macht, möchte gerne genau wissen, wie gut die Chancen stehen, dass der andere die Rechnung später auch bezahlt. Dieser Wunsch verbindet Banken, Handynetzbetreiber, Versandhäuser und viele andere Unternehmen.

 

Wird man selbst gefragt, ob man einem Mitsch√ľler Geld leiht, schaut man sich das Gegen√ľber genau an. Wie gut kennt man die Person? Hat sie in der Vergangenheit alles zur√ľckgegeben? Wie ist ihr Ruf? Die gleichen Fragen stellen sich auch Unternehmen, haben jedoch gerade in Zeiten des Internets und von Katalogbestellungen nicht die M√∂glichkeit ihren potentiellen Kunden selbst in Augenschein zu nehmen. Trotzdem ist es f√ľr sie wichtig, Informationen √ľber die Risiken des Gesch√§ftes zu bekommen. Dabei hilft ihnen die SCHUFA, bei der die Erfahrungen ganz verschiedener Unternehmen mit einem Kunden gespeichert sind.

 

Ein speziell f√ľr die angeschlossenen Unternehmen ausgerechneter Score hilft bei der Risikoprognose. Das Wort Score kommt vom englischen ¬ĽPunktwert¬ę und gibt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der ein Kredit ordnungsgem√§√ü zur√ľckgezahlt wird. Das hilft den Unternehmen bei der Entscheidung √ľber Kreditkonditionen, der Genehmigung eines Handyvertrags oder der M√∂glichkeit gegen Rechnung zu bezahlen. Auf diese Weise entsteht anhand von Fakten Vertrauen, das es Unternehmen erm√∂glicht, auch mit ihnen bisher unbekannten Personen Gesch√§fte zu machen.

Wer ist die SCHUFA?

Die SCHUFA, Schutzgemeinschaft f√ľr allgemeine Kreditsicherung, ist ein bundesweit aktiver Informationsdienstleister. In den Computern des 1927 gegr√ľndeten Unternehmens sind die Daten von 64 Millionen Personen ab 18 Jahren gespeichert. Erfasst wird neben den Personendaten, welche Kreditgesch√§fte die Person in der Vergangenheit und aktuell gemacht hat.

 

Die SCHUFA arbeitet mit rund 4.500 Unternehmen in Deutschland zusammen, die alle Gesch√§fte auf Kreditbasis anbieten. Alle angeschlossenen Unternehmen geben Informationen an die SCHUFA weiter und fragen bei Bedarf Informationen oder Einsch√§tzungen zum wirtschaftlichen Risiko eines Gesch√§fts an. So wird eingetragen, ob ein Girokonto besteht, eine Finanzierung oder ein Handyvertrag. Auch das Verhalten bei der R√ľckzahlung von Krediten wird vermerkt. Ebenfalls eingetragen wird, wenn eine Person vor Gericht eine eidesstattliche Versicherung √ľber ihre Verm√∂gensverh√§ltnisse ablegen musste und ihre Schulden nicht bezahlen kann.

 

Die SCHUFA speichert nur Daten, die mit Kreditgeschäften zu tun haben. Viele andere Dinge, wie Einkommen, Vermögen, den Beruf oder die Hobbys der eingetragenen Personen, weiß die SCHUFA nicht. Auskunft bekommen nur die angeschlossenen Unternehmen, wenn der Kunde bei diesen einen Vertrag schließen möchte oder bereits eine Geschäftsbeziehung besteht. Das hilft vielen Kunden, denn zu 93 Prozent aller Personen sind ausschließlich positive Dinge gespeichert.

Was leistet die SCHUFA?

Ohne die Informationen der SCHUFA w√§ren viele Gesch√§fte nicht m√∂glich. Beim Kauf per Internet oder aus dem Katalog m√ľsste man die Ware vor der Lieferung bezahlen. Jeder Einkauf m√ľsste in bar abgewickelt werden, wenn man nicht auf die Begleichung von Kreditkartenabrechnungen vertrauen k√∂nnte. Schwierig w√ľrde es gerade bei gr√∂√üeren Anschaffungen. Ein geleastes Auto? Ein neuer Computer mit Ratenzahlung? All das geht nur, wenn der Verk√§ufer das Risiko einsch√§tzen kann. Davon profitieren auch alle anderen Kunden, sind die Verluste durch nicht bezahlte Rechnungen doch in die Preise eingerechnet.

 

Das automatisierte Verfahren der SCHUFA ist eine kosteng√ľnstige und vertrauensw√ľrdige Alternative dazu und erspart es Kunden bei jedem Kauf und bei jedem Kredit nachzuweisen, dass sie ihre Rechnungen in der Vergangenheit korrekt bezahlt haben. Jeder m√ľsste also einen dicken Ordner mit alten Abrechnungen mit sich herumtragen. F√ľr die angeschlossenen Unternehmen berechnet die SCHUFA auch so genannte Scores. Dabei errechnet das Unternehmen auf Basis der Informationen von Menschen mit √§hnlichen Profilen die Wahrscheinlichkeit eines vertragsgerechten Verhaltens.

 

Der Blick zur√ľck erm√∂glicht dabei den Blick nach vorn und eine Einsch√§tzung der Wahrscheinlichkeit, dass alles gut geht. Die Entscheidung, ob ein Vertrag geschlossen wird, liegt dennoch nicht bei der SCHUFA, sondern allein bei der Bank, dem Versandhaus oder dem Autoh√§ndler.

Wissen, was die SCHUFA weiß

Wer wissen m√∂chte, was die SCHUFA √ľber einen selbst gespeichert hat, kann jederzeit Auskunft einholen. Gem√§√ü des Bundesdatenschutzgesetzes hat jeder das Recht zu erfahren, welche Informationen ein Unternehmen √ľber ihn gespeichert hat. Bei der SCHUFA kann man sich auf drei Wegen informieren. Bundesweit gibt es 14 Verbraucherservicestellen, bei denen man nach Vorlage eines Personalausweises kostenfrei die eigenen Daten einsehen kann. Wem der Weg zu weit ist, der kann sich eine kostenpflichtige Auskunft per Post zuschicken lassen. Zum Preis von 7,80 Euro liegt ein Ausdruck der gespeicherten Daten innerhalb von wenigen Tagen im eigenen Briefkasten.

 

Wer seine Eintr√§ge regelm√§√üig √ľberpr√ľfen m√∂chte, kann sich auf dem Internetportal www.meineSCHUFA.de registrieren. Vom eigenen Computer kann man mit Hilfe des Zugangs zum Preis von derzeit 7,80 Euro auf die eigenen Daten zugreifen und sich informieren. Ein zweistufiges Sicherheitssystem sorgt daf√ľr, dass die sensiblen Daten auch im Internet nicht in falsche H√§nde geraten.

 

Die Sicherheit wird √ľber Benutzernamen, Passwort und den Zugang √ľber eine spezielle Codekarte gew√§hrleistet. Dabei kann man gleich kontrollieren, ob wirklich nur aktuelle Informationen eingetragen sind. Wer Fragen zu seinen SCHUFA Daten hat, kann die gleich online stellen. So viel, wie man bei der Eigenauskunft erf√§hrt, verr√§t die SCHUFA keinem der angeschlossenen Unternehmen, sondern nur der eingetragenen Person selbst.

Kontakte f√ľr die weitere Recherche

Die SCHUFA

www.SCHUFA.de

 

Online-SCHUFA-Auskunft

www.meineSCHUFA.de

 

Das Schulportal der SCHUFA

www.SCHUFAmachtSchule.de

 

Verbraucherzentralen in Deutschland

www.verbraucherzentrale.de

 

Bundesministerium f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

www.bmelv.de

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